Cognac - traditionsreiche Weißweindestillate aus der Charente

Cognac ist ein französischer Weinbrand, der ausschließlich aus Weißweinen gewonnen hergestellt wird. Obwohl die Bezeichnung international zum Teil auch synonym für Weinbrand gebraucht wird, handelt es sich bei Cognac im eigentlichen Sinne um eine streng geschützte Herkunftsbezeichnung. Sie darf ausschließlich für solche Brände verwendet werden, die in der westfranzösischen Stadt Cognac beziehungsweise in dem diese Stadt umgebenden Weinbaugebiet im Département Charente produziert worden sind. Cognac, heute Sitz einer Unterpräfektur, blickt auf eine mehr als tausendjährige Geschichte zurück. Im Vergleich dazu ist die Tradition der Weindestillation noch relativ jung, denn erst im frühen 17. Jahrhundert begann man damit, Wein durch Destillation zu Eau de Vie zu verarbeiten und in großem Stil zu exportieren. Ursprünglich soll der Grund dafür die verbesserte Haltbarkeit gewesen sein, doch bald entwickelte sich das neue Produkt schon zu einem ganz eigenständigen Genussmittel. Wichtige Absatzmärkte waren vor allem die Britischen Inseln sowie Skandinavien, Nordamerika und die Antillen. Noch bis weit ins 19. Jahrhundert hinein war es allerdings üblich, Cognac vor dem Trinken wieder auf einen weintypischen Alkoholgehalt rückzuverdünnen.

Sorgfältig ausgewählte Trauben - detailliert vorgeschriebenes Produktionsverfahren

Um echten Cognac zu produzieren, müssen die Hersteller detaillierte Vorschriften einhalten. Dies beginnt bereits bei der Auswahl der Trauben, die nur aus ausgewählten Lagen der Anbaugebiete Cognacais, Charente und Charente-Maritime stammen dürfen und seit 1930 in sechs verschiedene Crus von Grande Champagne bis Bois Ordinaires eingeteilt werden. Sie werden zunächst zu einem Wein mit etwa acht Volumenprozent Alkoholgehalt vergoren, der in den Wintermonaten mittels traditioneller Brennblasen destilliert wird. Deren Fassungsvermögen darf maximal 30 Hektoliter betragen, und die Destillation muss jeweils bis Ende März abgeschlossen sein. Der Destillationsvorgang dauert rund 24 Stunden und wird zweimal durchgeführt. Dabei steht zuerst der Brouillis, ein Rohbrand mit einem Alkoholgehalt von 27-30 Volumenprozent. Beim zweiten Durchlauf wird lediglich der als "coeur" (Herz) bezeichnete Mittellauf aufgefangen, der einen Feinbrand mit etwa 60-72 Volumenprozent Alkohol ergibt.

Fasslagerung sorgt für komplexe Aromen

Nach dem Brennen wird Cognac traditionell in Holzfässern gelagert, für die meist aus dem Limousin oder aus dem Troncais stammendes Eichenholz verwendet wird. Während der Fasslagerung entwickelt sich das typische Cognacaroma, in dem sich die Primäraromen des Weindestillats mit den Sekundäraromen des Holzes vereinen. Zudem nimmt der Cognac während der Fassreife seine typische braune Färbung an, die mit zunehmender Lagerdauer immer dunkler wird. Einfachere Cognacs erreichen ihre Trinkreife bereits nach etwa vier Jahren, doch hochwertige Produkte lagern wesentlich länger. Renommierte Hersteller, zu denen vor allem die Häuser Remy Martin, Hennessy, Baron Otard, Hine, Monnet, Davidoff und Courvoisier gehören, lassen ihre Destillate in der Regel deutlich länger reifen, als es nach den Vorschriften notwendig wäre. Teilweise verfügen sie sogar noch über Bestände mit Bränden aus dem 18. oder 19. Jahrhundert, die besonders hochwertigen Cognacs zugesetzt werden. Einen guten Cognac sollten Sie am besten pur und gut temperiert genießen. Ideal sind dafür übrigens nicht die sogenannten Cognacschwenker, sondern schmale, hohe und nur leicht bauchige "Nosing-Gläser"

Cognac ist ein französischer Weinbrand , der ausschließlich aus Weißweinen gewonnen hergestellt wird. Obwohl die Bezeichnung international zum Teil auch synonym für... mehr erfahren »
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Cognac - traditionsreiche Weißweindestillate aus der Charente

Cognac ist ein französischer Weinbrand, der ausschließlich aus Weißweinen gewonnen hergestellt wird. Obwohl die Bezeichnung international zum Teil auch synonym für Weinbrand gebraucht wird, handelt es sich bei Cognac im eigentlichen Sinne um eine streng geschützte Herkunftsbezeichnung. Sie darf ausschließlich für solche Brände verwendet werden, die in der westfranzösischen Stadt Cognac beziehungsweise in dem diese Stadt umgebenden Weinbaugebiet im Département Charente produziert worden sind. Cognac, heute Sitz einer Unterpräfektur, blickt auf eine mehr als tausendjährige Geschichte zurück. Im Vergleich dazu ist die Tradition der Weindestillation noch relativ jung, denn erst im frühen 17. Jahrhundert begann man damit, Wein durch Destillation zu Eau de Vie zu verarbeiten und in großem Stil zu exportieren. Ursprünglich soll der Grund dafür die verbesserte Haltbarkeit gewesen sein, doch bald entwickelte sich das neue Produkt schon zu einem ganz eigenständigen Genussmittel. Wichtige Absatzmärkte waren vor allem die Britischen Inseln sowie Skandinavien, Nordamerika und die Antillen. Noch bis weit ins 19. Jahrhundert hinein war es allerdings üblich, Cognac vor dem Trinken wieder auf einen weintypischen Alkoholgehalt rückzuverdünnen.

Sorgfältig ausgewählte Trauben - detailliert vorgeschriebenes Produktionsverfahren

Um echten Cognac zu produzieren, müssen die Hersteller detaillierte Vorschriften einhalten. Dies beginnt bereits bei der Auswahl der Trauben, die nur aus ausgewählten Lagen der Anbaugebiete Cognacais, Charente und Charente-Maritime stammen dürfen und seit 1930 in sechs verschiedene Crus von Grande Champagne bis Bois Ordinaires eingeteilt werden. Sie werden zunächst zu einem Wein mit etwa acht Volumenprozent Alkoholgehalt vergoren, der in den Wintermonaten mittels traditioneller Brennblasen destilliert wird. Deren Fassungsvermögen darf maximal 30 Hektoliter betragen, und die Destillation muss jeweils bis Ende März abgeschlossen sein. Der Destillationsvorgang dauert rund 24 Stunden und wird zweimal durchgeführt. Dabei steht zuerst der Brouillis, ein Rohbrand mit einem Alkoholgehalt von 27-30 Volumenprozent. Beim zweiten Durchlauf wird lediglich der als "coeur" (Herz) bezeichnete Mittellauf aufgefangen, der einen Feinbrand mit etwa 60-72 Volumenprozent Alkohol ergibt.

Fasslagerung sorgt für komplexe Aromen

Nach dem Brennen wird Cognac traditionell in Holzfässern gelagert, für die meist aus dem Limousin oder aus dem Troncais stammendes Eichenholz verwendet wird. Während der Fasslagerung entwickelt sich das typische Cognacaroma, in dem sich die Primäraromen des Weindestillats mit den Sekundäraromen des Holzes vereinen. Zudem nimmt der Cognac während der Fassreife seine typische braune Färbung an, die mit zunehmender Lagerdauer immer dunkler wird. Einfachere Cognacs erreichen ihre Trinkreife bereits nach etwa vier Jahren, doch hochwertige Produkte lagern wesentlich länger. Renommierte Hersteller, zu denen vor allem die Häuser Remy Martin, Hennessy, Baron Otard, Hine, Monnet, Davidoff und Courvoisier gehören, lassen ihre Destillate in der Regel deutlich länger reifen, als es nach den Vorschriften notwendig wäre. Teilweise verfügen sie sogar noch über Bestände mit Bränden aus dem 18. oder 19. Jahrhundert, die besonders hochwertigen Cognacs zugesetzt werden. Einen guten Cognac sollten Sie am besten pur und gut temperiert genießen. Ideal sind dafür übrigens nicht die sogenannten Cognacschwenker, sondern schmale, hohe und nur leicht bauchige "Nosing-Gläser"

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